Der ausschlaggebende Faktor

20. Februar 2009

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Ausgereifte Zellen, so weiß man heute, lassen sich in einen embryonalen Zustand zurückversetzen - wenn auch nur mithilfe krebsfördernder Gene und heikler genetischer Tricks. Nun haben Forscher vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster entdeckt, dass es einfacher und risikoärmer geht als geahnt. Mit einem einzigen Gen konnten Wissenschaftler um Hans Schöler Zellen erwachsener Mäuse erfolgreich reprogrammieren. Damit ist es geglückt, induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) ohne eingeschleuste Tumor-Gene zu erzeugen. Das macht die Zellen sicherer und könnte so ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung künftiger Stammzelltherapien sein.

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Eine Frage der Anziehung

7. Januar 2009

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Wasser ist mehr als H2O - zumindest auf atomarer Ebene. Einige der Moleküle scharen sich in Gruppen zusammen, andere zerfallen in kleinere, elektrisch geladene Einheiten. Eine Verbindung, die bisher nur in Rechnungen vorhergesagt wurde, hat ein internationales Team von Wissenschaftlern erstmals nachgewiesen. Sie fanden heraus, wie sich "OH"-Ionen aus Sauer- und Wasserstoff mithilfe ihres Wasserstoffatoms an benachbarte Wassermoleküle hängen können.

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Tabakpflanzen gegen Atemwegserkrankungen

7. Januar 2009

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Immer mehr bakterielle Krankheitserreger sind gegen Antibiotika resistent. Auf der Suche nach Alternativen gehen Wissenschaftler neue Wege. Viren befallen Bakterien und programmieren deren Stoffwechsel so um, dass diese Viren-spezifische Proteine herstellen, die den Zerfall des Bakteriums auslösen können. Die Forscher haben Tabakpflanzen gentechnisch so verändert, dass diese virale Proteine produzierten. Diese zeigen eine hervorragende antibiotische Wirkung und lassen sich in den Pflanzen kostengünstig in großer Menge produzieren und aufreinigen.

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Die einfachsten Augen der Tierwelt

4. Januar 2009

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Der Ozean hält immer noch viele Geheimnisse für uns bereit. Eines davon ist die größte Wanderungsbewegung auf der Erde: Unzählige, im Meer schwebende Kleinstlebewesen schwimmen angezogen vom Licht an die Meeresoberfläche. Wissenschaftler haben jetzt gezeigt, wie die Larven wirbelloser Meeresbewohner zum Licht hin navigieren. Ein Ringelwurm, dessen Larve zwei einfache Augenflecke sowie einen Wimpernkranz zur Fortbewegung besitzt, diente den Forschern dabei als Modellorganismus.

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Lichtblick in die Vergangenheit

4. Januar 2009

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Wissenschaftler haben die Natur einer berühmten Supernova aufgeklärt: Lichtechos erlaubten es, eine im 16. Jahrhundert vom dänischen Astronomen Tycho Brahe und dessen Zeitgenossen beobachtete Sternexplosion erneut zu untersuchen und spektroskopisch zu klassifizieren. Demnach handelt es sich bei Tychos Supernova um die thermonukleare Explosion eines weißen Zwergsterns.

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Kleine Luftblasen mit großer Wirkung

14. September 2008

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Im „Nachrichtenwesen“ eines Organismus spielen Ionenkanäle eine wichtige Rolle: Eingelagert in die Zellmembran bilden diese Proteine winzige Poren, durch die kleine geladene Teilchen wie Kalium- oder Natriumionen vom Zellinneren nach außen gelangen können und umgekehrt. Sie vermitteln auf diese Weise u.a. die elektrische Aktivität von Nerven- und Muskelzellen. Der Ausfall von Ionenkanälen kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Deshalb ist ein Verständnis ihrer Struktur und Funktion von so großer Bedeutung. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart und ihre amerikanischen Kollegen haben nun erstmals einen physikalischen Mechanismus identifiziert, der für das Öffnen und Schließen von Ionenkanälen verantwortlich sein kann.

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Zugvögel können Klimawandel nur begrenzt folgen

14. August 2008

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Viele Organismen nutzen die sich im Jahresverlauf ändernde Tageslänge, um ihre Lebenszyklen mit dem Lauf der Jahreszeiten zu synchronisieren. Tim Coppack vom Max-Planck-Institut für Ornithologie und seine Kollegen haben getestet, wie flexibel die in Afrika überwinternden Zugvögel auf eine klimatisch bedingte Verschiebung ihrer Überwinterungsgebiete in Richtung Norden – und damit einhergehende veränderte Tageslichtbedingungen – reagieren würden.

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Lottospieler zahlen für andere

14. August 2008

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Wer Lotto spielt, finanziert Angebote, wie beispielsweise den Breitensport, Kunst und Kultur - ohne davon selbst zu profitieren. Denn: Nutznießer sind überdurchschnittlich häufig Menschen, die nicht Lotto spielen. Das zumindest hat eine repräsentative Studie von Jens Beckert und Mark Lutter vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln gezeigt.

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