Thematischer Hintergrund

Winzige Partikel mit großer Wirkung

Sie sind durchschnittlich gerade mal 100 Nanometer groß, greifen aber dennoch auf vielfältigste Weise in das Klimageschehen auf dem Planeten Erde ein: Aerosole streuen oder absorbieren Licht und Wärme und beeinflussen entscheidend den Strahlungs- und Wasserhaushalt der Atmosphäre.

Woher die Aerosole stammen, wissen die Forscher mittlerweile genau: Neben Salzkristallen oder Sand- und Staubteilchen, die aus natürlichen Quellen in die Atmosphäre gelangen, gehören auch Sulfat- und Rußpartikel dazu. Letztere werden vom Menschen produziert und entstehen unter anderem bei der Nutzung von fossilen Brennstoffen.

Noch nicht endgültig geklärt sind dagegen die konkreten Auswirkungen der Aerosole auf das Klima. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass sie tendenziell einen kühlenden Effekt auf die Atmosphäre haben und damit dem anthropogen bedingten Treibhauseffekt entgegenwirken. Nur wenige Klimamodelle berücksichtigen bisher Aerosole und ihre komplexen Einfluss- und Wirkungsmechanismen.

Durch die intensive Medienberichterstattung und frühere Unterrichtseinheiten besitzen die Schüler in der Regel bereits relativ viele Vorkenntnisse über das Thema Klimawandel und seine Folgen.

Eine Auseinandersetzung mit Aerosolen ergänzt dieses Wissen um einen weiteren wichtigen, aber noch nicht so bekannten Aspekt. Die Schüler erhalten einen vertieften Einblick in die Komplexität des Klimageschehens der Erde und die vielfältigen Wechselwirkungen, die zwischen den einzelnen Bausteinen dieses Systems bestehen.

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