Thematischer Hintergrund

Klimakiller Reisanbau

Für die Hälfte der Weltbevölkerung ist Reis heute noch immer das wichtigste Grundnahrungsmittel. Doch auch wenn damit das Überleben von mehr als drei Milliarden Menschen in entscheidendem Maße von diesem landwirtschaftlichen Produkt abhängt, ist der Reisanbau in den letzten Jahren und Jahrzehnten zunehmend in die Kritik geraten.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass beim Reisanbau gewaltige Mengen an Methan in die Atmosphäre gelangen. Methan ist ein Treibhausgas, das rund 21 mal stärker wirkt als das bekanntere Kohlendioxid. Die Produktion von weltweit 600 Millionen Tonnen Reis – vor allem in Asien – trägt deshalb erheblich zu dem vom Menschen verursachten Treibhauseffekt bei und stellt so eine Gefahr für das Weltklima dar.

Über das Phänomen Klimawandel wissen die Schüler der Sekundarstufe I und der gymnasialen Oberstufe - nicht zuletzt durch die ausführliche Berichterstattung in den Medien – häufig recht gut Bescheid. Der Zusammenhang zwischen anthropogenem Treibhauseffekt, globaler Erwärmung und Reisanbau dagegen dürfte für die meisten Schüler bisher unbekannt sein.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht trägt deshalb dazu bei, vereinfachte Denkschemata bezüglich der Ursachen für den Klimawandel aufzubrechen und zu einer reflektierteren, ganzheitlicheren Beurteilung des Problems zu gelangen.

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