Monitoring von Waldbränden

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Unterbringung des Global Fire Monitoring Center (GFMC) in Freiburg

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Waldbrand kommt? Wie wird sich ein bestehender Waldbrand weiter entwickeln? Wie wirken sich Waldbrände auf das Klima der Erde aus?... All dies sind Fragen, die die Feuerökologen vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz brennend interessieren. In der Außenstelle des Instituts, an der Universität Freiburg, haben sie deshalb das Zentrum für globale Waldbrand-Überwachung (Global Fire Monitoring Center, GFMC) aufgebaut. Hier, in einem alten Flughafentower, haben die Wissenschaftler vom GFMC eine Bleibe gefunden. Jetzt werden von dort keine Flugzeuge mehr beim Starten und Landen überwacht, sondern mit modernster Telekommunikation die Waldbrände der Erde ins Visier genommen und Waldbrandrisikogebiete beobachtet.

Seit 1998 erforschen die Feuerökologen nun schon die drängenden Fragen angesichts der vielen ständig lodernden Feuer auf der Erde. „Heute leben immer mehr Menschen in der Nähe von waldbrandgefährdeten Gebieten,“ sagt Professor Johann Georg Goldammer, der Leiter des GFMC. „Und damit sind Industriestaaten, aber auch Entwicklungsländer durch Waldbrände immer stärker verwundbar“, erklärt der Feuerökologe. „Aus diesem Grund wird eine Überwachung von Bränden und eine Risiko-Analyse von Waldbrandgefahren immer wichtiger.“ Ein weiterer Aspekt, der den Wissenschaftlern Sorge bereitet, ist die zunehmende Zahl der Brände auf der Erde, die von Menschen verursacht wird.

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