Wasserstoffbrücken-Bindung

Wasserstoffbrücken entstehen, wenn zwei Moleküle über Wasserstoffatome miteinander in Wechselwirkung treten. Der Wasserstoff muss dabei an ein stark elektronegatives Atom (z.B. Sauerstoff) gebunden sein, denn nur dann kommt es zur Ausbildung eines so genannten Dipols: Das gemeinsame Elektronenpaar wird vom Wasserstoff aufgrund seiner geringen Kernladung nicht so stark angezogen wie vom elektronegativeren Partner. Das verschafft dem Wasserstoff eine positive Partialladung und dem Bindungspartner eine negative. Die elektrostatischen Kräfte führen dann zu einer Ausrichtung und Anziehung der Dipole.

Würden im Wasser zwischen den einzelnen Molekülen keine Wasserstoffbrücken bestehen, würde Wasser nicht bei 0° C schmelzen und bei 100°C sieden, sondern beides bereits bei zwei- bis dreistelligen Minustemperaturen tun, mit der Folge, dass es auf der Erde nur gasförmigen Wasserdampf gäbe. Tatsächlich gäbe es kein gefrorenes Eis und vor allem kein flüssiges Wasser - Voraussetzung für jedes Leben.

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