Savanne

Die Savanne ist eine Vegetationsformation der wechselfeuchten Tropen mit geschlossenem Graswuchs und mit in mehr oder weniger großem Abstand voneinander wachsenden Holzgewächsen. Inmitten der S. entsteht daher der Eindruck von einem in der Ferne beginnenden Wald. Fehlen Holzgewächse, spricht man von tropischem Grasland. Natürliche S. kommt nur bei Jahresniederschlägen unter 600 mm vor; sekundäre Savannen entstehen durch regelmäßige Brände, die oft vom Menschen verursacht werden. Während der Regenzeit herrscht ein üppiges Pflanzenwachstum, in der Trockenzeit wird das Land von der Sonne verdorrt, und es besteht die Gefahr von Bränden. Typische Savannentiere sind die schnellfüßigen Antilopen, Zebras, Giraffen und Büffel, die von Löwen, Leoparden und Geparden gejagt werden. Unter den Kleinsäugern finden sich v. a. bodenbewohnende Nagetiere.

Große Teile der S. sind heute Ackerland; Baumwolle, Erdnüsse und Hirse sind wichtige Anbaupflanzen. In trockeneren Gebieten ist Ackerbau nur mit künstlicher Bewässerung möglich. Hier wird auch Viehzucht betrieben, wobei sehr oft die Gefahr der Überweidung besteht.

Aufgrund unterschiedlich hoher Niederschlagsmengen spricht man von Feuchtsavanne, Trockensavanne und Dornstrauchsavanne (auch Dornsavanne), die bereits den Übergang zur Halbwüste bildet. Die Übergänge zwischen diesen einzelnen Typen sind fließend. Man findet S. in den tropischen Bereichen aller Kontinente. Am deutlichsten sind die einzelnen Typen im Sudan Afrikas ausgebildet. Durch besondere Gegebenheiten bedingte Sonderformen sind die Termitensavanne und die Überschwemmungssavanne.

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