Plankton

Plankton ist die Sammelbezeichnung für alle im Wasser (Süßwasser oder Meer) schwebenden Lebewesen, die keine oder nur eine geringe Eigenbewegung haben, sodass Ortsveränderungen (insbes. in horizontaler Richtung) ausschließlich oder ganz überwiegend durch Wasserströmungen erfolgen. Vertikale, aktive Bewegungen, also ein Auf- und Absteigen des Planktons im Verlauf des Tages bzw. der Nacht in Abhängigkeit von Licht, Temperatur u.a. sind dagegen bei vielen Planktonorganismen sehr ausgeprägt entwickelt (Vertikalwanderungen).

Kennzeichnend für Planktonorganismen sind Sonderbildungen, die das Schweben im Wasser erleichtern, indem sie die Absinkgeschwindigkeit verringern (insbes. lange Körperfortsätze, Ölkugeln oder Gasblasen im Körper). Zum P. zählen neben zahllosen (v.a. pflanzlichen) Einzellern besonders viele Hohltiere und Krebse (auch Krill) sowie Larvenstadien der verschiedensten Tiergruppen, v.a. im Meer (z.B. Larven der Weichtiere, Ringelwürmer, Stachelhäuter). Das Plankton ist ein außerordentlich wichtiger Ernährungsfaktor für manche Tiergruppen, insbes. für viele Fische und Wale.

Pflanzliche Planktonlebewesen werden als Phytoplankton, tierische als Zooplankton bezeichnet. Daneben unterscheidet man Meeresplankton (Haliplankton) und Süßwasserplankton (Limnoplankton).

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