Ökosystem

Ein Ökosystem ist ein Wirkungsgefüge, das zwischen Lebewesen verschiedenster Arten und ihrer anorganischen Umwelt besteht. In einem Ö. findet ein stetiger Austausch statt; es werden Stoffe zugeführt, und es treten auch Verluste auf. Deswegen sprechen wir von einem offenen System. Die Zahl der Arten und der Einzellebewesen bleibt innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite konstant. Das Ö. hat die Fähigkeit zur Selbstregulation. Diese Regulationsmöglichkeiten sind jedoch nicht unbegrenzt. So kann z. B. das Ö. See durch dauernde Zufuhr von Abwasser aus dem Gleichgewichtszustand geraten und nach einer Übergangszeit wieder in einen stabilen Zustand gelangen, der aber nun einem anderen Ö. entspricht.

Für jedes Ö. sind vier Grundkomponenten von Bedeutung, eine abiotische und drei biotische:

Zur abiotischen Umwelt gehören klimatische Faktoren, Einflüsse, die lagebedingt (orographisch) sind, sowie Einwirkungen, die vom Boden abhängen (edaphisch bedingt sind). Zur biotischen Umwelt gehören die Produzenten (die Erzeuger) - Organismen, die aus anorganischem Material organisches Material aufbauen, also die grünen Pflanzen, die Konsumenten (die Verbraucher) - also die Pflanzen fressenden Tiere und deren Feinde - und die Reduzenten oder Destruenten (die Zersetzer). Sie bauen die abgestorbenen Organismen zu einfacheren anorganischen Stoffen ab und führen sie den Produzenten wieder zu. Zu ihnen gehören z.B. die Bakterien und Pilze.

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