Monsun

Der Monsun ist ein vorwiegend in den Tropen auftretende Wind, der beständig weht, aber halbjährlich seine Richtung wechselt. M. werden hervorgerufen durch die jahreszeitliche Verlagerung der innertropischen Konvergenz (ITC), was seinerseits mit der unterschiedlichen Erwärmung von Meer und Landmasse zusammenhängt. Besonders ausgeprägt tritt der M. im süd- und südostasiatischen Raum (bis nach Ostafrika) auf; hier weht im Nordwinter, wenn die ITC weit im Süden liegt, der Nordostpassat als trockener, kühler Wintermonsun (Nordostmonsun), im Nordsommer dagegen, wenn die ITC nach Norden verschoben ist, der zur äquatorialen Westwindzone gehörende Sommermonsun (Südwestmonsun). Wenn Letzterer vorher über weite, erwärmte Meeresflächen streicht, ist er feuchtwarm und bringt dem Kontinent starke Niederschläge, die für die Wirtschaft (Reisanbau!) dieser Länder von entscheidender Bedeutung sind. In dem auf der Südhalbkugel südöstlich anschließenden Monsungebiet, im Bereich von Indonesien und Nordaustralien, wechselt eine sommerliche (Südsommer) West- bis Nordwestströmung mit einer winterlichen Südost- bis Ostströmung ab. In den übrigen Tropen sind die diesem M. entsprechenden Erscheinungen nicht so deutlich zu erkennen; besonders schwach sind sie im tropischen Amerika ausgeprägt.

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