Hot Spot

Mit Hot Spot bezeichnet man einen über lange Zeit (rd. 100 Mill. Jahre) ortsfesten Aufschmelzungsbereich im Erdmantel unterhalb der Lithosphäre, von dem heißes geschmolzenes und daher spezifisch leichteres Gestein schlotartig zur Erdoberfläche aufdringt. Es bewirkt die erhöhte Temperatur des obersten Erdmantels, fördert die Plattenbewegung, verstärkt die Erdkruste, beult sie vielfach auf und bewirkt an der Erdoberfläche vulkanische Tätigkeit, meist innerhalb von Platten, aber auch an Plattengrenzen (v.a. Mittelozeanische Rücken). Durch die Bewegung der über den stationären H.S. befindlichen Lithosphärenplatten entstehen im Laufe der Zeit lang gezogene Strukturen: festländische oder untermeerische Höhenrücken, Inselketten oder Reihen von untermeerischen Einzelbergen (u.a. Guyot); sie zeigen also die Bewegungsrichtung der Platten an. Bekanntestes Beispiel sind die Hawaii-Inseln, deren vulkanische Aktivität eine von NW nach SO fortschreitende zeitliche Aufeinanderfolge aufweist.

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