Elektrodynamik

(griech. dynamis = Kraft): im engeren Sinne die Lehre von den bewegten elektrischen Ladungen (im Gegensatz zur Elektrostatik), im weiteren Sinne von allen Wechselwirkungen zwischen elektromagnetischen Feldern und den sie erzeugenden Ladungen. Sie beruht auf der Erkenntnis, dass Elektrizität und Magnetismus keine getrennten Erscheinungen sind. Die von J. C. Maxwell aufgestellte klassische Theorie der E. ist, anders als I. Newtons Gravitationstheorie, mit der speziellen Relativitätstheorie verträglich. Deren Koordinatentransformationen beschreiben auch den Wechsel zwischen elektrischen und magnetischen Feldern beim Übergang zwischen gegeneinander bewegten Bezugssystemen. Eine wichtige Konsequenz der E. ist die Existenz von elektromagnetischen Wellen. Die E. ist eine klassische Theorie, d. h. sie kann keine atomaren und subatomaren Vorgänge beschreiben, da sie nicht quantisiert ist (Quantentheorie).

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