Tabakpflanzen gegen Atemwegserkrankungen

7. Januar 2009

Teaser image 1405929892

Immer mehr bakterielle Krankheitserreger sind gegen Antibiotika resistent. Auf der Suche nach Alternativen gehen Wissenschaftler neue Wege. Viren befallen Bakterien und programmieren deren Stoffwechsel so um, dass diese Viren-spezifische Proteine herstellen, die den Zerfall des Bakteriums auslösen können. Die Forscher haben Tabakpflanzen gentechnisch so verändert, dass diese virale Proteine produzierten. Diese zeigen eine hervorragende antibiotische Wirkung und lassen sich in den Pflanzen kostengünstig in großer Menge produzieren und aufreinigen.

[mehr]

Die einfachsten Augen der Tierwelt

4. Januar 2009

Teaser image 1405929887

Der Ozean hält immer noch viele Geheimnisse für uns bereit. Eines davon ist die größte Wanderungsbewegung auf der Erde: Unzählige, im Meer schwebende Kleinstlebewesen schwimmen angezogen vom Licht an die Meeresoberfläche. Wissenschaftler haben jetzt gezeigt, wie die Larven wirbelloser Meeresbewohner zum Licht hin navigieren. Ein Ringelwurm, dessen Larve zwei einfache Augenflecke sowie einen Wimpernkranz zur Fortbewegung besitzt, diente den Forschern dabei als Modellorganismus.

[mehr]

Lichtblick in die Vergangenheit

4. Januar 2009

Teaser image 1405929877

Wissenschaftler haben die Natur einer berühmten Supernova aufgeklärt: Lichtechos erlaubten es, eine im 16. Jahrhundert vom dänischen Astronomen Tycho Brahe und dessen Zeitgenossen beobachtete Sternexplosion erneut zu untersuchen und spektroskopisch zu klassifizieren. Demnach handelt es sich bei Tychos Supernova um die thermonukleare Explosion eines weißen Zwergsterns.

[mehr]

Kleine Luftblasen mit großer Wirkung

14. September 2008

Teaser image 1405929905

Im „Nachrichtenwesen“ eines Organismus spielen Ionenkanäle eine wichtige Rolle: Eingelagert in die Zellmembran bilden diese Proteine winzige Poren, durch die kleine geladene Teilchen wie Kalium- oder Natriumionen vom Zellinneren nach außen gelangen können und umgekehrt. Sie vermitteln auf diese Weise u.a. die elektrische Aktivität von Nerven- und Muskelzellen. Der Ausfall von Ionenkanälen kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Deshalb ist ein Verständnis ihrer Struktur und Funktion von so großer Bedeutung. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart und ihre amerikanischen Kollegen haben nun erstmals einen physikalischen Mechanismus identifiziert, der für das Öffnen und Schließen von Ionenkanälen verantwortlich sein kann.

[mehr]

Zugvögel können Klimawandel nur begrenzt folgen

14. August 2008

Teaser image 1405929935

Viele Organismen nutzen die sich im Jahresverlauf ändernde Tageslänge, um ihre Lebenszyklen mit dem Lauf der Jahreszeiten zu synchronisieren. Tim Coppack vom Max-Planck-Institut für Ornithologie und seine Kollegen haben getestet, wie flexibel die in Afrika überwinternden Zugvögel auf eine klimatisch bedingte Verschiebung ihrer Überwinterungsgebiete in Richtung Norden – und damit einhergehende veränderte Tageslichtbedingungen – reagieren würden.

[mehr]

Lottospieler zahlen für andere

14. August 2008

Teaser image 1405929908

Wer Lotto spielt, finanziert Angebote, wie beispielsweise den Breitensport, Kunst und Kultur - ohne davon selbst zu profitieren. Denn: Nutznießer sind überdurchschnittlich häufig Menschen, die nicht Lotto spielen. Das zumindest hat eine repräsentative Studie von Jens Beckert und Mark Lutter vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln gezeigt.

[mehr]

Galaxienherz durch die Staubbrille betrachtet

14. August 2008

Teaser image 1405929899

Dass sie existieren, beweist die extrem starke Strahlung, die sie aussenden. So tief ins Innere hineinschauen konnten Astronomen jedoch bisher nicht in aktive Galaxien. Denn sie verbergen sich in einem Meer aus Staubwolken. Im Inneren vermutete man Schwarze Löcher, die Gas und Sterne aus ihrer Umgebung einsaugen. Die eingesammelte Materie kreist dann in der so genannten Akkretionsscheibe um den Kern und sendet den größten Anteil der Strahlung der Galaxie aus. Bis vor kurzem nur in der Theorie belegt, konnte eine solche Scheibe erstmals direkt beobachtet werden.

[mehr]

Effiziente Technik macht Denken erst möglich

14. August 2008

Teaser image horizontal 1405928304

Nervenzellen bauen ständig neue Kontakte zu ihren Nachbarzellen auf. Während der Entwicklung entsteht so das Grundgerüst unseres Gehirns. Im Erwachsenenalter ermöglichen neue Kontakte Lernen und Gedächtnis. Doch nicht jeder Zellkontakt ist sinnvoll... 

[mehr]

Viel hilft nicht immer viel

19. Juni 2008

Teaser image 1405929923

Das Gehirn ändert sich ein Leben lang. Ständig werden die Verbindungen zwischen den Zellen umorganisiert und neu entstandene Zellen in das Netzwerk integriert. Wissenschaftler haben jetzt entdeckt, dass zusätzliche Gehirnzellen nicht immer die Lernfähigkeit erhöhen. Zu viele neue Zellen können das Knüpfen weiterer Verbindungen im Gehirn sogar hemmen.

[mehr]

Gesellige Teilchen auf dem Egotrip

19. Juni 2008

Teaser image 1405929900

Quantenphysiker sind meist nicht erfreut, wenn sich die Teilchen ihrer Experimente einfach aus dem Staub machen. Doch muss dieses Verschwinden nicht immer ärgerlich sein, denn bisweilen ruft es ein erstaunliches Verhalten in den gefährdeten Teilchen hervor. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik haben zerbrechliche Moleküle beobachtet, die zu den Bosonen gehören, und als solche eigentlich sehr frei beweglich sind. Beim Herumwandern zerstören sie sich gewöhnlich leicht gegenseitig. Die Physiker haben nun festgestellt, dass sie solche verhängnisvollen Zusammenstöße vermeiden, indem sie wie eingefroren an ihrem Platz bleiben. Damit verhalten sie sich wie ihre elementaren Gegenstücke, die Fermionen - völlig entgegen ihrer Natur. Diese Eigenschaft könnte helfen, das enge Zusammenspiel von Teilchen bei Phänomenen wie Magnetismus oder Hochtemperatursupraleitung besser zu verstehen.

[mehr]
loading content