Solarkraftwerke nach dem Bauplan der Natur

21. April 2007

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Von der Photosynthese hängt nahezu alles Leben auf dieser Erde ab: Ohne sie könnten Pflanzen keine Nährstoffe aufbauen. Und ohne Pflanzen würden auch die Nahrungsketten abreißen, an deren Ende die großen Raubtiere stehen. Selbst die fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas gibt es nur, weil Pflanzen mit der Energie des Sonnenlichts vor langer Zeit Zucker und andere Kohlenstoffverbindungen aufgebaut haben. Die fossilen Energieträger werden jedoch bald knapp und kurbeln außerdem den Klimawandel an, wenn sie verbrennen. Besser ist es, das Licht der Sonne in klimafreundlichen Energieträgern zu binden – in Biomasse zum Beispiel und allem, was sich daraus gewinnen lässt.

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Dr. Welle und Mr. Teilchen

31. März 2007

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Materie kann in der Quantenphysik als Teilchen oder Welle erscheinen. Das sind zwei völlig gegensätzliche Eigenschaften – zumindest in der klassischen Physik. Teilchen sind „lokalisiert“, sie beschränken sich sozusagen auf ihre Körpermaße. In Bewegung verhalten sie sich eher wie ein geworfener Stein. Wellen dagegen dehnen sich weit im Raum aus. Sie „spüren“ auch entfernte Hindernisse und können sogar um diese herum laufen. Die Quantenphysik zwingt diese beiden Gegensätze zusammen. Lange glaubten die Physiker an eine strenge Spielregel, die dabei gelten sollte: Je nach Experiment sollte Materie sich entweder wie Teilchen oder wie Wellen verhalten – aber nie wie beides zugleich. Neue Experimente mit Photonen, Atomen und Molekülen untergraben jedoch dieses Komplementaritäts-Prinzip (Ausschließlichkeits-Prinzip). Selbst die fast punktförmigen Elektronen wechseln eher fließend zwischen Wellen- und Teilchencharakter. Diese fundamentale Entdeckung machten kürzlich Physiker des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft. Dazu benutzten sie Stickstoffmoleküle als mikroskopische Variante des berühmten „Doppelspaltexperiments“.

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Das Rätsel des kosmischen Homunkulus

19. März 2007

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Es stürmt auf Eta Carinae. Doch was einer der massereichsten Sterne unserer Milchstraße ins All bläst, ist nicht heiße Luft, sondern ein Strom aus Gas, Staub und geladenen Teilchen. Und dieser Sternwind breitet sich nicht kugelförmig aus, sondern besitzt eine längliche, eher eiförmige Struktur – wie sie Modelle für sehr schnell rotierende massereiche Sonnen vorhersagen. Die neuesten Messungen an Eta Carinae haben diese Modelle jetzt bestätigt. Dazu nutzten die Forscher ein Instrument namens AMBER (Astronomical Multi-Beam Recombiner) am Very Large Telescope Interferometer der Europäischen Südsternwarte.

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Zu zahm für diese Welt

18. März 2007

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Meeresechsen auf den Galápagos leben ohne Feinde – zumindest war das bis vor etwa 150 Jahren so. Seitdem müssen sie sich auf einigen Inseln des Archipels mit Hunden und Katzen auseinandersetzen. Thomas Rödl vom Max-Planck-Institut für Ornithologie und seine Kollegen wollten herauszufinden, ob die in der Regel wenig scheuen Tiere in der Lage sind, ihr Verhalten und die von Hormonen vermittelte Stressantwort auf einen solchen neu auftretenden Feind einzustellen.

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England-Zieher bleiben unter sich

21. Januar 2007

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Vor 50 Jahren galt die Mönchsgrasmücke als reiner Sommergast in Nordeuropa und auf den britischen Inseln. Anfang der 1960er-Jahre überwinterten zunächst einige wenige Individuen und schließlich immer mehr Vögel in Großbritannien und Irland. Von Oktober 2003 bis März 2004 konnten Ornithologen dort schließlich in jedem dritten Hausgarten Mönchsgrasmücken an den Futterhäuschen beobachten. Max-Planck-Forscher der Vogelwarte Radolfzell hatten schon Anfang der 1990er-Jahre eine Hypothese aufgestellt, warum diese nach England ziehende Population so rasch angewachsen ist. Nun konnten sie handfeste Beweise dafür erbringen.

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Was der Käferfuß verspricht, das hält er

23. Oktober 2006

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Forscher des Stuttgarter Max-Planck-Instituts für Metallforschung entwickeln zusammen mit der Gottlieb Binder GmbH in Holzgerlingen neuartiges Haftmaterial nach dem Vorbild von Insektenfußsohlen

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