biologische uhr (physiologische uhr, innere uhr)

ein rhythmisch ablaufender, autonomer physiologischer Mechanismus, nach dem die Stoffwechselvorgänge, Wachstumsleistungen und Verhaltensweisen bei Tieren, Pflanzen und Einzellern festgelegt werden (meist durch den Hell-Dunkel-Wechsel im 24-Stunden-Rhythmus). Da schon einzelne Zellen dazu fähig sind, vermutet man, dass die molekularen Vorgänge für das Funktionieren der biologischen Uhr in der Zelle lokalisiert sind. Werden die Organismen künstlich bei gleich bleibenden Außenbedingungen gehalten, geht der Tag-Nacht-Rhythmus allmählich verloren; die innere Uhr muss also durch Außenreize „nachgestellt“ werden. Jahreszeitliche Rhythmen (z. B. Winterschlaf, Vogelzug, Laubfall) werden von Klimafaktoren und der Tageslichtlänge bestimmt. Auch die Sekretion der Hormone unterliegt der biologischen Uhr.

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