Thematischer Hintergrund

EIN TEILCHENBESCHLEUNIGER DER SUPERLATIVE – DER LARGE HADRON COLLIDER

Er gilt als leistungsfähigster Teilchenbeschleuniger weltweit, als größte Maschine, die je von Menschenhand gebaut wurde, als uneingeschränkter „Superstar“ unter den Forschungsprojekten der letzten Jahrzehnte – und ist trotzdem heftig umstritten: der Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf.

Das Ziel: Der LHC soll neue und vielleicht auch völlig überraschende Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entstehung des Universums liefern. Die Wissenschaftler wollen mit ihm unter anderem endlich auch das rätselhafte Higgs-Boson nachweisen. Seine Entdeckung würde erklären, warum Teilchen eine Masse haben und damit das Standardmodell der Teilchenphysik bestätigen.

Kinderkrankheiten und elementare Ängste
Doch noch hat der Large Hadron Collider mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. So zwang beispielsweise eine technische Panne die Forscher dazu, den Teilchenbeschleuniger schon kurz nach der Betriebsaufnahme im September 2008 wieder abzuschalten. Eine Monate dauernde Reparatur war die Folge.

Aber das ist längst nicht der einzige Grund, warum das LHC-Projekt in die Kritik geraten ist. Denn manche Wissenschaftler befürchten, dass der Teilchenbeschleuniger die Sicherheit der Erde bedrohen könnte. Oder, dass sogar ein „Weltuntergang durch Schwarze Löcher“ am LHC möglich wäre.

Wissen schafft Durchblick
Doch stimmt das wirklich? Dies ist für viele Schüler schwierig zu entscheiden. Denn in den Medien und in der Bevölkerung wird über diese Frage zwar intensiv, aber oft auch unsachlich diskutiert. Damit sich die Schüler eine möglichst objektive und umfassende eigene Meinung zum Thema bilden können, ist es deshalb wichtig, den LHC ausführlich im Unterricht zu behandeln.

Erst auf der Basis aller notwändigen Daten und Fakten zum Large Hadron Collider sind die Schüler in der Lage, informiert und kompetent im Streit um den LHC Stellung zu beziehen.

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