Anbindung an die Richtlinien/Zielgruppe

Die ausgearbeitete Stunde „Die Erde im ‚Schwitzkasten‘ – Der Klimawandel und die Folgen“ ist vor allem für den Unterricht in der Sekundarstufe II gedacht. Nach einer notwendigen didaktischen Reduktion und der damit verbundenen Vereinfachung der Arbeitsblätter kann die Einheit aber auch in den Klassenstufen 9 bis 10 des Gymnasiums sowie der Real- oder Gesamtschule durchgeführt werden.

Zeitbedarf: 90 Minuten (2 UE)

Sieht der Stundenplan nur 45- oder 70-Minuten-Einheiten vor, sollte gegebenenfalls auf das „Lernen an Stationen“ verzichtet werden. Dann kämen die verschiedenen Arbeitsblätter nacheinander im Kurs-/Klassenverband zum Einsatz (Zeitbedarf etwa 3 mal 45).

Erst im Anschluss an die letzte Stunde wäre es in diesem Fall sinnvoll, die Hausaufgabe zu stellen („Streit um’s Klima – Wie ‚Klimaskeptiker‘ argumentieren und was ihnen Klimaforscher entgegnen“).

Hinweis: Der geplante Unterricht ist nur in der vorgesehenen Form möglich, wenn mindestens ein Internetanschluss, ein PC und ein Beamer im Kurs- oder Klassenraum zur Verfügung stehen.

Lehrplankonformität
Das Thema Klimawandel hat aufgrund seiner großen Bedeutung für die Zukunft des Menschen längst ausführlich Platz in den Richtlinien und Lehrplänen der Bundesländer für das Fach Erdkunde erhalten. Es bieten sich daher zahlreiche Anknüpfungspunkte für einen Einsatz der vorgelegten Unterrichtseinheit oder die gesamte Unterrichtsreihe in der Schule.

Beispiel Bayern:
„Die Zukunft des Planeten Erde - Erforschung, Sicherung und Planung als Aufgaben der Geowissenschaften“: Dies ist beispielsweise eines der Schwerpunktthemen, die der Fachlehrplan für Erdkunde für das bayerische Gymnasium in der Jahrgangsstufe 13 für den Leistungskurs vorsieht. Dabei soll es im Unterricht auch um die „Gefährdung, Sicherung und Planung der Lebensgrundlagen auf dem Planeten Erde“ gehen.

„Globale Klimaveränderung“ (Ursachen, mögliche Folgen, Gegenmaßnahmen) ist laut Lehrplan einer der entscheidenden Inhalte, die in diesem Zusammenhang ausführlich besprochen werden sollen. Ein Aspekt soll die Erarbeitung und Diskussion von Szenarien über globale und regionale Auswirkungen von Klimaveränderungen sein. Hier wäre die geplante Unterrichtsstunde „Die Erde im ‚Schwitzkasten‘ – Der Klimawandel und die Folgen“ gut einsetzbar.

Sie könnte die Schüler dafür sensibilisieren, „dass die Einflüsse menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt und die Rückwirkungen der veränderten Umwelt auf Mensch und Gesellschaft von entscheidender Bedeutung für unsere Zukunft sind.“

Passen würde die vorgelegte Einheit aber auch in die Jahrgangsstufe 11 und dort in den im Lehrplan genannten „Exkurs: Geowissenschaftliche Theoriebildung“. Als eines der möglichen Projektthemen ist hier „globale Klimaveränderungen“ gelistet.

Beispiel Sachsen:
Der sächsische Lehrplan für das Gymnasium weist als Thema der Jahrgangsstufe 11.1 „Physisch-geografische Grundlagen des menschlichen Lebens auf der Erde“ aus. In der Lehrplaneinheit 1 (Atmosphärische Prozesse) ist dabei eine schulische Auseinandersetzung mit anthropogenen Einflüssen auf das Klima geplant.

Die ausgearbeitete Unterrichtsstunde könnte Entscheidendes dazu beisteuern, dass die „Schüler, vor dem Hintergrund unterschiedlicher Forschungsergebnisse, Möglichkeiten und Grenzen von Voraussagen beurteilen“ können.

Beispiel Hessen:
„Raumprägende Strukturen und Prozesse“ sind laut den Hessischen Richtlinien für den Bildungsgang Gymnasium der Schwerpunkt der Jahrgangsstufe 11.1. „Die Atmosphäre“ gehört darin zu den im Lehrplan aufgelisteten verbindlichen Unterrichtsinhalten. Einer der zu behandelnden Aspekte sollen anthropogene Klimaveränderungen sein.

Die vorgelegte Einheit ist gut dazu geeignet, „die Reaktion der Atmosphäre auf den erhöhten Gehalt an Treibhausgasen aufzuzeigen“ – eine der wichtigsten Forderungen der Richtlinien für die Arbeit in der Jahrgangsstufe 11.1.

Beispiel Schleswig-Holstein:
Im schleswig-holsteinischen Lehrplan für die Sekundarstufe II an Gymnasien und Gesamtschulen steht „Naturlandschaft im Wandel: Natürliche Systeme und ihre Veränderungen unter dem Einfluss des Menschen“ im Mittelpunkt des Unterrichts der Jahrgangsstufe 11.1. Eines der aufgeführten Themen ist „Gefährdung und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen“. Im Unterricht ausführlich zu besprechen und zu diskutieren sind laut den Richtlinien unter anderem die Gefährdung und der Schutz der Erdatmosphäre und insbesondere der anthropogene Treibhauseffekt. Dazu könnte die Einheit „Die Erde im ‚Schwitzkasten‘ – Der Klimawandel und die Folgen“ einen entscheidenden Beitrag leisten.