www.max-wissen.de: Fachwissen Vulkane - Zum Thema - [05.02.2012]

Gefährliche Vulkane: Der Vesuv in Italien


Der Vesuv

Sein Ausbruch im Jahre 79 n. Chr. verhalf dem Vesuv zu traurigem Weltruhm und unterstrich einmal mehr seine Gefährlichkeit: Die römischen Städte Pompeji sowie Herculaneum und Stabiae wurden vollkommen zerstört. Nach Schätzungen von Archäologen verloren rund 4000 Menschen bei der verheerenden Eruption ihr Leben. Lange Ruhephasen sind für den Feuerberg am Golf von Neapel charakteristisch, aber sie täuschen leicht über die bestehende Gefahr hinweg. Denn seit Jahrtausenden hat der Vesuv immer wieder bewiesen, dass er in gewaltigen Eruptionen explodieren kann.

Trotzdem scheuen sich die Menschen nicht, am Fuße des Vulkans zu wohnen: Die Millionen-Metropole Neapel liegt nur wenige Kilometer nordwestlich. Südlich von Neapel zieht sich ein Ballungsgebiet die gesamte Küste entlang. Insgesamt leben etwa 3,5 Millionen Menschen in der Hochrisiko-Region rund um den Feuerberg. Die zunächst letzten Todesopfer forderte der Vesuv im Jahre 1944 bei einem vergleichsweise kleinen Ausbruch.

Im Falle einer erneuten, großen Eruption, wie etwa der im Jahre 79. n. Chr., wäre eine Katastrophe vorprogrammiert. Zwar wird der Berg ständig von Geologen, Geophysikern und Vulkanologen überwacht, doch es dürfte schwierig sein, diese vielen Menschen bei den ersten Anzeichen eines Ausbruchs rechtzeitig aus der Gefahrenzone zu bringen. Für die Vulkanforscher ist ein erneuter Ausbruch überfällig. Aber tatsächlich gibt es für eine baldige Aktivität keine Anzeichen. Besorgniserregend ist hingegen die Entwicklung der Solfatara von Pozzuolli, in den Flegräischen Feldern, einem Gebiet mit Resten von Vulkanismus westlich der Stadt Neapel. Hier gibt es immer wieder Erdbeben und steigende Temperaturen, die auf einen Ausbruch in den nächsten Jahren hindeuten könnten.


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