MAX and MORE Eine Freundschaft ohne Grenzen


Leipzig

Eine Freundschaft ohne Grenzen


Ivorische Schüler mit ihren handgemachten Kunstgegenständen und Spielsachen

Die Wild Chimpanzee Foundation (WCF) arbeitet seit Jahren in den Schulen der Elfenbeinküste, um die Schüler für den Schutz der Schimpansen zu sensibilisieren. Zusammen mit ivorischen Lehrern unterstützen sie Schülertheatergruppen in Dörfern nahe des Tai-Nationalparkes. Außerdem arbeitet das WCF-Team direkt in den Schulklassen mit aktiver Unterrichtsgestaltung.

Die Vereinigung von Lehrern und Schulen, die zusammen mit der WCF für frischen Wind rund um den Naturschutz in den ivorischen Klassenzimmern sorgt, nennt sich la Cellule des Projets Environnementaux, kurz CPE. CPE und insbesondere Tanoh Kouadio haben zu einem deutsch-ivorischen Partnerschulprojekt angeregt, in dem mittlerweile bereits sechs ivorische und fünf deutsche Schulen integriert sind - weitere motivierte Schulen werden gesucht.

Die sechs ivorischen Partnerschulen befinden sich in Soubré, Wonsealy und Petit Tiémé, über 90 ivorische Schüler sind in das Projekt integriert. Regelmäßig werden Briefe zwischen den Partnerschülern ausgetauscht. Eine ivorische Schülergruppe stellte handgemachte Kunstgegenstände und Spielsachen her; diese wurden im Werdauer Gymnasium ausgestellt und sollen auch anderen deutschen Schülern gezeigt werden. Die ivorische Schülertheatergruppe filmte ihr Schimpansenstück und schickte den Film ihren Partnerschülern. Außerdem wurden Tagesabläufe von Schülern beider Länder gedreht und ausgetauscht.

Und auch an den deutschen Schulen tut sich einiges

Die Arbeitsgemeinschaft "Elfenbeinküste" am Alexander von Humboldt Gymnasium in Werdau besteht seit 2004 und hat bereits zum zweiten Mal erfolgreich am "Focus Schülerwettbewerb" teilgenommen. Für über 60 Schüler des Gymnasiums wurden Projektwochen gestaltet, natürlich drehten sich diese um das Thema „Elfenbeinküste“. Viele Geschenke, Plakate, gemalte Bilder, ein Fotoalbum über Deutschland und Geldspenden konnten bereits an die Partnerschüler an der Elfenbeinküste gesendet werden. Die AG hat im November 2006 den ersten Preis für die Gestaltung einer Afrika-Collage bei dem Wettbewerb „Schulen gemeinsam für Afrika“ erhalten.

Am Gymnasium in Markkleeberg gibt es eine fünfte Klasse die regelmäßig Kuchenbasare veranstaltet und das Geld dann für die ivorischen Partnerschüler spendet. Von den Geldspenden wurden zum Beispiel Moskitonetze gekauft. Diese Netze werden die ivorischen Partnerschüler vor der Anopheles-Mücke schützen, welche die tödliche Krankheit Malaria überträgt.

An der Mittelschule in Liebertwolkwitz hat sich die gesamte Schule eine ganze Schulwoche mit dem Thema „Elfenbeinküste“ beschäftigt. Es wurden große Menschenaffen aus Papmasche gebaut, die nun das Schulhaus verschönern. Zum Abschluss fand ein Festumzug im Dorf statt und die Schüler trugen Affenkostüme, afrikanische Kleidung und Masken. Wieder ist viel gespendet worden - Schulmaterial, Kisten voller Geschenke und Plakate gingen bereits an die ivorischen Partnerschüler.

Die Juri Gagarin Förderschule in Bautzen hat das Thema „Elfenbeinküste“ für den Fächerverbindenden Unterricht genutzt. Zwei Wochen lang beschäftigte sich die ganze Schule mit der Elfenbeinküste. Es wurde vor allem handwerklich gearbeitet, entstanden sind Schultafeln, Federmappen und –kästen, sowie Dominospiele und Marionetten.

Die Klasse 6a des Kepler Gymnasiums in Leipzig füllte ebenfalls den fächerverbindenden Unterricht mit dem Thema „Elfenbeinküste“. Sie nutzen die Fächer Deutsch, Biologie, Geographie, Musik und Sport, um mehr über das unbekannte Land zu erfahren. Besonders viel Spaß hatten die Kinder bei der afrikanischen Bewegungslandschaft. Beim Klettern wie ein Affe und Lastentragen wie eine afrikanische Frau kamen die Schüler ganz schön ins Schwitzen.

Kontakt:

Julia Riedel
Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie
Deutscher Platz 6
04103 Leipzig
Tel.: 0341/3550-211
e-Mail: riedel@eva.mpg.de