Kapitel
- Gefährliche Vulkane: Der Vesuv in Italien
- Gefährliche Vulkane: Der Merapie in Zentraljava
- Black Smoker - Kaminschlote am Meeresgrund
- Gefährliche Vulkane: Der Unzen in Japan
- Gefährliche Vulkane: Der Pinatubo auf den Philippinen
- Gefährliche Vulkane: Der Colima und der Popocatepetl in Mexiko
- Gefährliche Vulkane: Der Nyiragongo im Kongo
- Interview mit Jonathan Snow vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz
- Vulkanüberwachung
weiterführende Links
Service
Zum Thema
Interview mit Jonathan Snow vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz
Hallo Herr Snow, an was genau haben Sie an den Black Smokern in der Tiefsee geforscht?
Ich untersuche die ausgestorbenen Wurzeln alter Meeresbodenvulkane, um die Entstehungsprozesse dieser Vulkane zu verstehen.
Mit welchem Tauchfahrzeug waren Sie unterwegs?
Mit einem Tauchboot des Japanischen Ministeriums für Marine Wissenschaft und Technologie (JAMSTEC), dem Shinkai 6500.
Was haben Sie gesehen, als Sie auf dem Meeresgrund waren?
Schlamm, verschiedene Lebewesen, mächtige Felsklippen von der ozeanischen Kruste, die durch die ungeheure Kräfte der Plattentektonik auseinandergebrochen und aufgeschoben wurden.
Wie sieht die Arbeit auf einer Tauchfahrt aus?
Man ist als Wissenschaftler mit zwei Piloten unterwegs. Die Ziele, an denen geologische Beobachtungen gemacht und Proben genommen werden, sind vorher festgelegt worden. Man muss dann selbst entscheiden, wie das Boot zu fahren ist, welche Richtung usw.. Dabei ist man ziemlich auf die eigenen Erfahrungen und Kenntnisse angewiesen. Da ein einziger Tauchgang von nur wenigen Stunden etwa tausend Euro kostet, ist das schon eine große Verantwortung.
Welche Untersuchungen können Sie am Meeresgrund machen?
In erste Linie geologische Beobachtungen, Aufnahme von Bildern und Videos und die Entnahme von Proben. Die Gesteinsproben werden im Labor des Max-Planck-Instituts für Chemie mit der Elektronensonde und der Ionensonde analysiert, um die chemische Zusammensetzung der Mineralphasen zu bestimmen.
Wie fühlt man sich in der Enge eines Tiefseetauchbootes?
Seekrank - die Bergung des kleinen Tauchboots ist eine ziemlich wilde Sache. Und müde. Aber vor allem hat man das Gefühl, als sei man aus einer anderen Welt zurückgekehrt.
Die Fragen stellte Thorsten Naeser.