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Gefährliche Vulkane: Der Nyiragongo im Kongo

Am 17. Januar 2002 rief sich der Nyiragongo in der Demokratischen Republik Kongo eindrucksvoll und gleichzeitig tödlich wieder in Erinnerung. Seine Lavaströme zerstörten innerhalb eines Tages 14 Dörfer und kosteten 45 Menschen das Leben. Gegen Mittag am darauffolgenden Tag öffneten sich dann am Berghang nördlich des Flughafens der Stadt Goma Spalten, aus denen Lava mit einer Geschwindigkeit von bis zu zwei Kilometer pro Stunde strömte. Am Nachmittag erreichte die Lava Goma. Die durch die Flüchtlinge des Ruandischen Bürgerkriegs stark angewachsene Bevölkerung, rund 400 000 Menschen, musste evakuiert werden. Die Lava ergoss sich durch die Stadt bis zum Kivu-See.

Der 3469 m hohe Nyiragongo ist einer der aktivsten Vulkane Afrikas. Der Feuerberg ist bekannt und gefürchtet für seine an den steilen Hängen schnell fließende Lava. Der Stratovulkan gehört zur Virunga-Vulkankette, die der Flanke des Ostafrikanischen Riftsystems aufsitzt. Das Ostafrikanische Rift ist ein komplex gebautes System von Grabenbrüchen. In Deutschland gibt es ein ähnliches Grabensystem, den Oberrheingraben, der aber im Gegensatz zum Ostafrikanischen Riftsystem nicht mehr aktiv ist. Solche Gräben, oder Rifts, sind sichtbares Zeichen der Dehnungsbewegungen der Erdkruste. Seit 40 Millionen Jahren bewegt sich Ostafrika an dieser Stelle vom restlichen Afrika weg. Die Dehnungsbewegungen haben eine mittlere Geschwindigkeit von 0,4 bis ein Millimeter pro Jahr.