Fachwissen Erdkunde Geologie Vulkane


Thematischer Hintergrund

Per Schweißbrenner an die Oberfläche - Die Entstehung von Hot Spot-Vulkanen

Seit Alfred Wegener 1912 erstmals seine Theorie der Kontinentalverschiebung einer erstaunten Weltöffentlichkeit präsentierte, haben Geowissenschaftler viel Neues über die grundlegenden Prozesse der Geodynamik und deren Auswirkungen auf das „äußere Erscheinungsbild“ der Erde herausgefunden.

Heute weiß man, dass die Kontinente im Laufe der Jahrmillionen kontinuierlich ihr Aussehen und ihre Lage verändert haben und dass sich dieser Vorgang auch in Zukunft fortsetzen wird. Die Ursache dafür ist in der Wanderung von kontinentalen und ozeanischen Platten - angetrieben durch gewaltige Konvektionsströmungen tief im Inneren der Erde - zu suchen.

Damit verbundene Naturereignisse wie Erdbeben oder Vulkanismus geben den Geowissenschaftlern heute noch viele Rätsel auf. Zahlreiche Forscher weltweit arbeiten deshalb sogar häufig direkt am Puls der „Feuerberge“, um mehr über die komplexen Vorgänge in ihrem Inneren oder tief unter der Erde zu erfahren. Mit modernsten Methoden und Hilfsmitteln versuchen sie herauszufinden, wann beispielsweise am Mount Pinatubo oder am Ätna der nächste Vulkanausbruch droht. Die Geowissenschaftler bohren aber auch Vulkane auf Hawaii an, um zu erforschen, aus welchem Material die Hot Spot-Vulkane entstanden sind.

In der Regel sind den Schülern meist nur die farbenprächtigen Bilder von spektakulären Vulkanausbrüchen aus dem Fernsehen oder in Zeitschriften bekannt. Ziel des Unterrichts muss es deshalb sein, die Schüler für eine der spannendsten und zugleich gefährlichsten Naturgewalten der Erde zu sensibilisieren und wichtige Grundlagen zum Thema Vulkanismus zu vermitteln. Sie sollen dabei erkennen, dass das heutige Aussehen des Planeten Erde maßgeblich von endogenen Kräften wie Vulkanismus und Plattentektonik geprägt ist.