Kapitel
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- Begleittext 2 zum Arbeitsblatt 2 [41,9 kB]
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Thematischer Hintergrund
Der Duft der Gene – was unsere Partnerwahl beeinflusst
„Den kann ich nicht riechen“ – diese Erfahrung hat wohl jeder von uns schon einmal in seinem Bekanntenkreis gemacht. Oft ohne genau begründen zu können, warum gerade dieser Mensch ein Gefühl des Unbehagens auslöst. Ist es seine Mimik? Seine Kleidung? Das, was und wie er es sagt? Oder am Ende tatsächlich doch der Geruch?
Selbst für Wissenschaftler war es bis vor einigen Jahren schwierig, dieses Phänomen schlüssig zu erklären. Mittlerweile jedoch sind die Forscher zumindest einigen physiologischen Hintergründen für Antipathie, Sympathie oder sogar Liebe auf die Spur kommen. Vor allem über die Bedeutung der Hormone und des natürlichen Körpergeruchs bei der Partnerwahl weiß man heute viel mehr als früher.
Doch was riechen wir eigentlich an einem anderen Menschen? Bei der Suche nach einer Antwort auf diese Frage spielen die so genannten MHC-Gene eine große Rolle. Sie tragen die Bauanleitung für ganz besondere Proteine des Immunsystems, die an der Abwehrreaktion des Körpers gegen Viren, Bakterien oder Parasiten entscheidend beteiligt sind.
Jeder Mensch besitzt einen individuellen „MHC-Bausatz“, der ihn wie der normale Fingerabdruck von jedem anderen unterscheidet. Diese MHC-Ausstattung ist auch von außen „erkennbar“, weil sie den Körpergeruch beeinflusst. Und dieser „Duft der Gene“ hat – so die Forscher – großen Anteil daran, für welchen Partner man sich entscheidet…
Eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Duft der Gene“ im Unterricht knüpft unmittelbar an den Alltag der Schüler an. Auf der Basis neuester Forschungsergebnisse werden sie dafür sensibilisiert, dass auch Emotionen wie Verlieben einen physiologischen Hintergrund haben und bis zu einem bestimmten Punkt auch rational erklärt werden können.