Thematischer Hintergrund
Vom Wasserplaneten zur Roten Wüste - Gibt es Leben auf dem Mars?
Roter Staub, Landschaften mit gigantischen Einschlagskratern, ausgetrocknete Schluchten und Kanäle, Eis aus Kohlendioxid statt Wasser: Auf den ersten Blick wirkt der Mars wie ein Wüstenplanet. Das extrem kalte Klima und die dünne Atmosphäre machen heute die Existenz von flüssigem Wasser an der Oberfläche des Roten Planeten unmöglich. Aber: Ohne Wasser gibt es auch keine Chance auf Leben auf dem Mars. Forscher der NASA und der ESA haben deshalb in den letzten Jahren und Jahrzehnten alles daran gesetzt, H2O auf dem Roten Planeten nachzuweisen.
Doch erst bei den Marsmissionen Global Surveyor und Pathfinder und zuletzt MarsExpress und Mars Explorer Rover wurden die Wissenschaftler endlich fündig: Sowohl in den Eiskappen der Pole als auch in der Atmosphäre konnten sie Spuren von Wassereis und Wasserdampf ermitteln. Und auch die Marslandschaft hat mittlerweile viele Indizien einer wasserreichen Vergangenheit preisgegeben. Salzseen, gigantische versiegte Flusssysteme oder eindeutige Spuren von Wasserwirkungen an Steinen und Felsen – alle diese Entdeckungen legen nahe, dass irgendwann einmal Leben auf dem Mars existiert haben könnte.
Aufgrund der zahlreichen Medienberichte speziell über MarsExpress und Mars Explorer Rover in den Jahren 2003 und 2004 sind die meisten Schüler vermutlich bereits ein wenig mit dem Thema vertraut. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bietet die Chance, bisherige Vorstellungen zu ergänzen und zu bündeln und so zu einem fundierten Wissen über unseren Nachbarplaneten im Sonnensystem zu gelangen. Die Schüler sollen im Rahmen des Unterrichts aber auch dafür sensibilisiert werden, dass die Erde möglicherweise nicht der einzige Ort im Universum ist, an dem es Leben gibt…