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Thematischer Hintergrund

Lichtblitze mit enormem Potenzial – wie Laser den Alltag revolutionieren

Sie überführen Autoraser, scannen Preisschilder, beschreiben oder lesen DVD’s, reparieren fehlsichtige Augen und spüren sogar umweltschädliche Gase in der Erdatmosphäre auf: Laser (Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation) sind heute aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Und das ist umso erstaunlicher als diese Schlüsseltechnologie noch nicht einmal 50 Jahre alt ist. Erst im Mai 1960 gelang es dem amerikanischen Physiker Theodore Maiman, mit einem einfachen Rubinlaser den ersten Laserpuls der Welt zu erzeugen. Seitdem hat sich die Laser-Technik ständig weiter verbessert. Mit den stärksten Laseranlagen der Welt können Wissenschaftler mittlerweile immer tiefer in die Materie hineinschauen und sogar Atomkerne verschmelzen.

Berühmt geworden ist ein ganz besonderer Kurzpulslaser, ein so genannter optischer Frequenzkamm. Mit diesem „Lineal“ aus reinem Licht gelang es erstmals die Frequenz von Licht und damit seine Farbe direkt und präzise zu messen. Sein Erfinder, Theodor W. Hänsch vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik, hat für die Entwicklung dieses Hightech-Geräts im Jahr 2005 den Nobelpreis für Physik erhalten. Der Prototyp des Laserfrequenzkamms füllte mit seinem Gewirr von Kabeln, Laserlampen und Messapparaturen noch einen halben Raum. Inzwischen wird das „Laserlineal“ aber auch kommerziell hergestellt und hat nur noch die Größe eines Schuhkartons.

Doch trotz des Laserfrequenzkamms und anderer Forschungserfolge in den vergangenen Jahren ist ein Ende der Entwicklung bei Lasern, den „Wunderlampen aus dem Quantenland“, noch lange nicht in Sicht…

Eine Beschäftigung mit dem Thema Laser im Schulunterricht ermöglicht es den Schülern, elementare Grundkenntnisse zu erwerben über eine besonders wichtige, alltagsrelevante Technologie des 21. Jahrhunderts.