Fachwissen Erdkunde Klima Kohlenstoffkreislauf


Thematischer Hintergrund

Neue Wälder statt Energiesparen?

Fast alle Wissenschaftler sind sich inzwischen einig: durch Industrie, Landwirtschaft und Verkehr beeinflusst der Mensch das Klima nachhaltig. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich die Konzentration an Kohlendioxid in der Atmosphäre um ein Drittel erhöht und trägt damit maßgeblich zum anthropogenen Treibhauseffekt bzw. der globalen Erwärmung bei.

Was aber genau geschieht mit dem freigesetzten Kohlendioxid in der Atmosphäre? Und wie lässt sich der angerichtete „Klima-Schaden“ begrenzen? Um diese Fragen zu beantworten, untersuchen Biogeochemiker schon seit einiger Zeit die Kohlenstoffbilanz Europas. In Forschungsprojekten wie CarboEurope versuchen sie dabei vor allem die Kohlenstoffquellen und -senken in ihrer regionalen Verteilung und zeitlichen Dynamik zu erfassen.

Mittlerweile können die Wissenschaftler bereits erste Ergebnisse vermelden. Danach gibt es in der terrestrischen Biosphäre von Kontinentaleuropa (bis zum Ural) eine geschätzte Netto-Kohlenstoffsenke zwischen 135 und 205 Millionen Tonnen pro Jahr. Das entspricht sieben bis zwölf Prozent der vom Menschen verursachten Kohlenstoff-Emissionen im Jahr 1995...

Über den Klimawandel und den anthropogenen Treibhauseffekt sind die Schüler durch Medienberichte und/oder eine frühere Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht meist bereits recht gut informiert. Die vorgesehene Unterrichtsreihe nutzt deshalb die Möglichkeit, auch nicht so bekannte Aspekte (Beispiel Kohlenstoff-Senken) näher vorzustellen. Ziel ist es, das Wissen der Schüler über die vielfältigen Wechselbeziehungen und Zusammenhänge beim Klimawandel und -schutz zu erweitern und so zu realistischeren Einschätzung der Gesamtproblematik zu kommen.