Fachwissen Biologie Ökologie Biodiversität


Thematischer Hintergrund

Leben setzt auf Diversität

Verlust der Artenvielfalt – ein globales Problem, das in den Schlagzeilen der Medien immer wieder zu finden ist (vergleiche Folie zum Einstieg in die Unterrichtsstunde). Das Wirken des Menschen hat bis heute zu einem großen Verlust an biologischer Vielfalt auf der Erde geführt.

Auch die Vereinten Nationen haben längst die Bedeutung der Biodiversität erkannt und ihren Erhalt als wichtiges politisches Ziel einer nachhaltigen Entwicklung formuliert. Die von mehr als 175 Staaten der Erde unterzeichnete „Konvention über Biologische Vielfalt“ will nicht nur die Biodiversität erhalten, sondern auch ihre nachhaltige Nutzung sichern. Vorteile, die sich aus dem „Gebrauch“ genetischer Ressourcen ergeben, sollen dabei gerecht verteilt werden.

Mit dem Begriff „Biodiversität“ bzw. „biologische Vielfalt“ verbinden Schüler der Sekundarstufe I oder der gymnasialen Oberstufe – besonders durch die Berichterstattung in den Medien – in der Regel „Artenvielfalt“. Dabei ist ihnen weniger bewusst, dass Biodiversität neben der Artenvielfalt sowohl auf der ökologischen Ebene (Vielfalt der Lebensräume) als auch auf der Ebene der Erbinformationen (genetische Ebene) ein bedeutendes Phänomen und ihr Erhalt ein großes Problem ist. Der Verlust von genetischer Vielfalt ist dabei eng an den Artenverlust gekoppelt. Aber auch die industrialisierte Landwirtschaft führt zu einem Rückgang der genetischen Vielfalt.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Leben setzt auf Diversität“ im Unterricht trägt dazu bei, eine fachwissenschaftlich fundierte Einsicht in die Bedeutung der Biodiversität auf allen drei Ebenen für das Leben auf der Erde zu erlangen. Dies sollte die Bereitschaft fördern, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen.