Multimedia Geologie


Geologie

[ MPG: 2,03 MB]

Ein Planet wird umgepolt

Die Animation zeigt einen Ausschnitt aus einem Computermodell zum Dynamoprozess, der etwa 2000 Jahre umfasst. Die gesamte Laufzeit der Simulation des Dynamoprozesses, durch den im flüssigen Eisenkern der Erde das Erdmagnetfeld erzeugt wird, beträgt etwa eine Millionen Jahre. In diesem Zeitraum kam es zu einigen wenigen Polumkehrungen. Gezeigt wird der "magnetische Fluss" an der Erdoberfläche, wobei rote Farbtöne einen Fluss in die Erde hinein, blaue einen Fluss aus der Erde heraus darstellen. Die Magnetpole befinden sich (ungefähr) in den roten bzw. blauen Zentren. Am Anfang und am Ende der Simulation ist das Magnetfeld jeweils dipolar, mit den Magnetpolen in der Nähe des geographischen Nord- bzw. Südpols.

Das Magnetfeld fluktuiert auf Zeitskalen von 100 Jahren, so wie es auch heute beobachtet wird (Säkularvariation). Während der Polumkehr ist das Magnetfeld schwächer als normalerweise, und es gibt mehr als zwei Magnetpole, die zeitweise auch nahe am Äquator liegen. Die letzte Polumkehr des Erdmagnetfeldes fand vor ca. 750.000 Jahren statt. Aus der Magnetisierung von Gesteinen, die sich zu dieser Zeit gebildet haben, lassen sich die Eigenschaften des Erdmagnetfeldes während einer Umkehr nur indirekt erschließen. Die Ergebnisse der Simulation stimmen jedoch mit diesen "paläomagnetischen" Daten überein.