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- Gene, die ans Herz gehen
Mit DNA-Chips spüren Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik normalen oder krankhaften Prozessen innerhalb von Zellen nach.
Service
Methode
Das Genlabor im Miniaturformat
Um das menschliche Genom zu erfassen, reicht heute ein daumennagelgroßer Chip. Über eine Millionen Experimente kann man damit gleichzeitig machen – und ist am Ende eines Arbeitstages fertig. In nur zehn Jahren haben DNA-Chips, auch Mikroarrays oder Gene-Arrays genannt, die molekulare Bioanalytik revolutioniert. Anfang der 1990er Jahre begannen Forscher einer kalifornischen Biotechnologie-Firma nach dem Vorbild von Computerchips so genannte DNA-Chips zu entwickeln – kleine Plättchen aus einem Trägermaterial wie Glas oder Kunststoff, auf denen viele Tausende von DNA-Schnipseln in einem Punktraster angeordnet sind. Dabei nutzten sie fotolithografische Verfahren ähnlich wie bei der Herstellung von Halbleiterchips, um an exakten Positionen auf dem Chip einzelsträngige DNA-Sequenzen durch lichtgesteuerte Kupplungsreaktionen aufzubauen. Einige Tausend bis über eine Million unterschiedlicher DNA-Moleküle können auf der Trägeroberfläche befestigt werden, jedes davon in millionenfacher Ausführung. Der Aufbau dieser Sondenmoleküle bestimmt, welche Ziele man mithilfe des Chips identifizieren kann: Denn jede Sonde ist ein höchst spezifisches Erkennungsmittel für eine bestimmte DNA-Sequenz. Durch radioaktive Markierung oder Markierung mit Fluoreszenzfarbstoffen lässt sich die Bindung von DNA an die Sondenmoleküle auf dem Chip nachweisen. Worauf basiert diese Erkennung?